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Für 12.
Juli d. J. hatte der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. erstmals
zum „Tag der Motorradfahrlehrer“ eingeladen. Der Aufruf zur Teilnahme an
diesem besonderen Seminar erging vor allem auch an Kolleginnen und
Kollegen, die bisher noch nicht an einer speziellen Motorradfortbildung
teilgenommen hatten. Austragungsort war das Flugplatzgelände des
Gewerbeparks „Take-off“ in Neuhausen ob Eck.
Die aus allen Gegenden
unseres Landes gekommenen Teilnehmer erfuhren und spürten: „Take-off“
ist nicht nur der Name des Gewerbeparks, sondern stand als Synonym für
die Aufbruchstimmung der Veranstaltung, die auch ein Fachforum für
Fragen der zukünftigen Entwicklungen des Motorradfahrlehrers war.
Theorie-Workshops
Nach Begrüßung der
Teilnehmer informierte Verbandsvorsitzender Peter Tschöpe kurz über den
derzeitigen Stand der Umsetzung der 3. EG-Führerscheinrichtlinie in das
deutsche Recht. Im Anschluss daran stellte Karl-Heinz Hiller,
Motorradreferent des Verbandes, sein Instruktorenteam vor und eröffnete
zunächst zwei inhaltliche gleiche Theorie-Workshops, in denen die
Teilnehmer rege und ausgiebig über die Spezialisierung als
Motorradfahrlehrer diskutierten. Dabei wurden unter anderen folgende
Fragen aufgeworfen:
- Muss der
Motorradfahrlehrer selbst auch begeistert Motorrad fahren?
- Muss der Fahrlehrer
seine Motorradfahrschüler mit dem Motorrad begleiten?
- Wie kann effektive
Zusammenarbeit von Motorradfahrlehrern aussehen?
- Sollten
Sicherheitstrainings und Motorradausfahrten zusätzliche Angebote sein?
- Was muss ich materiell
und persönlich in meine „Marke“ als Motorradspezialist investieren?
Nach den von unserem
Verbandsvorsitzenden zitierten Worten des Verkaufsstrategen Joachim
Bullermann, „kann man sich in Zeiten kollabierender Märkte nur über
Qualität durchsetzen“. Das war nach meinem Eindruck abschließend auch
das Credo der teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen.
Praxis-Workshops
Auf die Theorie-Workshops
folgten drei parallel laufende Praxis-Workshops, bei denen Teile der
zuvor diskutierten Themen vertieft und praktisch umgesetzt wurden. Der
Wunsch, ja der Drang der Teilnehmer, nun alles selbst auszuprobieren,
war deutlich zu spüren. Das spricht für die Wissbegier und die
Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen, als Motorradfahrlehrer neue
Erfahrungshorizonte zu erschließen.
In den Praxis-Workshops
ging es um:
- Workshop A:
Didaktisches Vorgehen beim Lehren der Grundfahraufgaben (praktische
Unterweisung)
- Workshop B:
Tour-Guide bei der Motorradausfahrt (theoretische Unterweisung)
- Workshop C:
Tour-Guide bei der Motorradausfahrt (praktische Übung)
Die Workshops wurden nach
der Mittagspause wiederholt, sodass jeder Teilnehmer Gelegenheit hatte,
an zwei der drei praktischen Workshops teilzunehmen.
Fachausstellung
Teil der Veranstaltung
war eine ganztägige Fachausstellung, bei der man sich über Neuerungen
informieren konnte:
- Herr Sittenauer vom
Suzuki-Fahrschuloffice informierte über eine neue Funkanlage, die auch
getestet werden konnte. Ebenso konnte der Roller Piaggio MP3 Probe
gefahren werden.
- Herr Pfitzer und Herr
Borosch von der Fahrlehrerversicherung standen für
versicherungstechnische Informationen zur Verfügung.
- Herr Hensle vom
District Sales Manager Honda Motorrad präsentierte eine VFR 1200 mit
Doppelkupplungsgetriebe, die auch Probe gefahren werden konnte.
Viele Teilnehmer ließen
sich von den Fachleuten beraten und nahmen das Angebot einer Probefahrt
gerne an.
Resümee und
Ausblick
Der „Tag der
Motorradfahrlehrer“ hat das Potenzial, auch künftig ein informatives
Fachforum für die sich wandelnden Anforderungen an gute
Motorradausbildung zu sein. Die Veranstaltung ist konzipiert für
Kolleginnen und Kollegen, die nach bestmöglicher Motorradausbildung
streben und den Zug der Zeit nicht verpassen wollen. Deshalb kann man
sich nur die Fortführung dieses speziellen Motorradtages wünschen.
Ralf
Nicolai
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