26.11.2025Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V.

Zur freien Weitergabe: Wichtige Information zur aktuellen Diskussion über "einfachere Prüfungen" und "günstigere Führerscheine" ab 2026

21. November 2025

 

Durch die Veröffentlichungen des Bundesverkehrsministeriums im letzten Monat und den anschließenden Medienberichten, ist in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass der Führerscheinerwerb bereits ab 2026 günstiger und die Prüfungen einfacher werden sollen. Diese Ankündigungen haben bei Fahrschülerinnen und Fahrschülern, die bereits ihre Ausbildungen begonnen haben oder in Kürze planen sie zu beginnen, zu viel Unsicherheit geführt. Einige möchten ihre Ausbildung verschieben, unterbrechen oder erst im nächsten Jahr beginnen.

 

Wir möchten daher sachlich und transparent darüber informieren, wie der tatsächliche Sachstand heute ist:

  1. Es gibt aktuell keinen beschlossenen Gesetzesrahmen
    Bislang existieren nur politische Bekundungen und ein sogenanntes „Eckpunktepapier“, aber nicht einmal ein beschlossener Gesetzesentwurf.
  2. Neu gebildete Arbeitskreise beginnen ihre Arbeit gerade erst
    Die zuständigen Facharbeitsgruppen wurden neu eingerichtet. Die Eckpunkte werden jetzt diskutiert und bis Ergebnisse vorliegen, kann es mehrere Monate dauern.
  3. Frühester nächster Schritt: Verkehrsministerkonferenz März 2026
    Bis zu dieser Konferenz der Landesminister soll ein Vorschlag erarbeitet werden. Selbst bei vollständiger Einigkeit folgen noch einige weitere notwendige Schritte.
  4. Ein Inkrafttreten ist noch nicht absehbar
    Angestrebt wird nach dieser Konferenz die Veröffentlichung eines konkreten Gesetzesentwurfs, der dann aber noch die vorgeschriebenen parlamentarischen Hürden nehmen muss. Bisher konnte auch noch niemand der Verantwortlichen die Frage beantworten, um wieviel der Führerschein tatsächlich günstiger wird oder werden soll.
  5. Wichtige Hinweise für Fahrschülerinnen und Fahrschüler:
    Gefahr ablaufender Prüfaufträge und Anmeldungen

    Wenn Sie Ihre Ausbildung unterbrechen oder verschieben, besteht die Gefahr, dass:
  • Ihr bestehender Prüfauftrag oder Ihr Ausbildungsvertrag abläuft,
  • Theorie- oder Praxisanmeldungen verfallen oder sogar
  • sämtliche Unterlagen neu beantragt werden müssen.

Das verursacht zusätzlichen Zeitaufwand, kann zusätzliche Kosten nach sich ziehen und verzögert den Zeitpunkt, zu dem Sie Ihren Führerschein erhalten können.

Was bedeutet das für Ihre Ausbildung?

  • Ihre laufende Ausbildung ist sicher und unverändert gültig.
  • Ein Abwarten bringt keinerlei Vorteil, da es bis zum Sommer 2026 keine neuen Regeln geben wird.
  • Ein Abbruch oder eine Pause kann im Gegenteil zu Zeitverlust, zusätzlichen Kosten und mehr Fahrstunden führen.

Wir empfehlen Ihnen daher dringend, Ihre Ausbildung wie geplant fortzusetzen, um ohne unnötige Verzögerungen Ihren Führerschein zu erhalten.

 

Für Rückfragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Jürgen Kopp
Vorsitzender


 

Gerne leitet der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. diese wichtige Information der BVF an Sie weiter und betont damit ausdrücklich, wie wichtig es in der aktuellen
Situation ist, diese Fakten beim Erwerb des Führerscheins zu beachten!

 

Dieses Schreiben kann gerne auch an die Medienvertreter oder an die Politik weitergegeben werden!


  • Kontaktdaten der BVF:
    Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V.
    Mittlerer Pfad 5
    70499 Stuttgart

    Internet: www.fahrlehrerverbaende.de 
    Eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn unter VR 3656
    Vorsitzender: Jürgen Kopp

Über Belegexemplare freuen wir uns!

 

Information als PDF...


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